Fotografie als Kommunikationsmittel
Es läßt sich feststellen, daß die Fotografie aufgrund der gesellschaftlichen Bedingungen, eines bestimmten historischen Prozesses als Alltagserscheinung im Bewußtsein der Menschen verankert ist (massenhaftes Kommunikationsmittel).
Diese Entwicklung gilt für die Produzentenseite (Gebrauch der Kamera): von der teuren und wenig handlichen Daguerreotypie, bis hin zur billigen, handhabbaren Kleinbildkamera, die Momentaufnahmen, gerade im privaten Bereich zuläßt; und für die Rezipientenseite: vom fotografischen Kunstprodukt und Unikat, bis hin zur Allgegenwart in der Presse und Werbung. Dabei hängen Produktion und Rezeption von Fotos zusammen, bedingen sich wechselseitig. Ohne die (historisch) gelernte und vermittelte Rezeption von Fotos, wäre eine Produktion in den heutigen Ausmaßen undenkbar. Indem die Fotografie dem Rezipienten ständig den Spiegel der Welt vorhält, wächst auch bei ihm der Wunsch, sich diese Welt privatim anzueignen.


















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