Aufhebung der Einheit Kopf-Hand
Die alten Reproduktionstechniken, wie Lithographie, Holzschnitt, Steindruck beanspruchten noch den ‚ganzen Menschen’ (im Sinne von ganzheitlich). Seine Hand führte aus, was der Kopf befahl. Im Zuge der industriellen Revolution, der damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderung, wurde durch die Fotografie diese Einheit aufgehoben.
Mittels eines physikalisch-chemischen Prozesses entsteht das Bild (Negativ), ohne zutun des Menschen, ohne seine ‚Kunstfertigkeit’. Allein sein Blickwinkel auf die Natur ist maßgebend, für das, was sich später auf dem Bild abzeichnen soll.
„Mit der Photographie war die Hand im Prozeß bildhafter Reproduktion zum ersten mal von den wichtigsten künstlerischen Obliegenheiten entlastet, welche nunmehr dem ins Objektiv blickende Auge allein zufiel“ (Benjamin, Walter)
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