Archive for Februar 2007

Photographie als visuelles Massenmedium

Die Photographie leitet das Zeitalter der visuellen Massenmedien ein, als das Einzelportrait durch das kollektive Portrait verdrängt wird. Gleichzeitig wird die Photographie zu einem mächtigen Instrument der Propaganda und der Manipulation. Die Bilderwelt wird entsprechend den Interessen jener gestaltet, die die Presse besitzen: die Industrie, das Finanzkapital, die Regierungen (Freund, Gisele).

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Fotografie in der Massenbildpresse

Die Anwendung der Fotografie in der Massenbildpresse (Illustrierte, Tageszeitungen) war der nächste qualitative Sprung in der Geschichte der Fotografie. Schon zur Jahrhundertwende waren fotografische Reproduktionsverfahren und Drucktechniken (Tiefdruck, Rotationsdruck) so weit entwickelt, daß prinzipiell eine Verwendung von Fotos möglich war. Continue reading ‘Fotografie in der Massenbildpresse’ »

Höhepunkt der Postkartenproduktion um die Jahrhundertwende

Durch die Einführung der „Kodak-Box“ und den damit verbundenen technischen Innovationen, wie die mit Bromsilbergelatine beschichtete Trockenplatte, stieg auch das Bedürfnis nach massenhaft verfügbaren Reproduktionen. Noch bevor Zeitungen und Zeitschriften dieses Bedürfnis abdecken konnten, erreichte um die Jahrhundertwende die Postkartenproduktion ihren Höhepunkt. Continue reading ‘Höhepunkt der Postkartenproduktion um die Jahrhundertwende’ »

Die Kodak-Box

Mit der Einführung der „Kodak-Box“ (1890, Werbeslogan: You press the button, we do the rest) wurde der Grundstein für einen sich ständig weiter ausdehnenden Amateurmarkt geschaffen. Ohne weitere fotografische Kenntnisse konnten sich die Menschen von nun an selber portraitieren. Continue reading ‘Die Kodak-Box’ »

Verbesserung von Technik und Verfahren

Erst durch Verbesserungen der technischen Apparatur (scharfe Optik, kurze Belichtungszeit) und der Ablösung der lichtempfindlichen Metallplatte durch das Glasnegativ in Verbindung mit dem „nassen Kollodiumverfahren“, wurden Fotos beliebig reproduzierbar und damit für die Industrie und andere Schichten des Bürgertums interessant. Continue reading ‘Verbesserung von Technik und Verfahren’ »

Erfindung der Daguerreotypien

Nach der offiziellen Einführung der Fotografie (1839 durch Arago) und den Ankauf der Patente durch den französischen Staat, wurde das Großbürgertum (Industrielle etc.) die erste Rezeptionsschicht der teuren „Daguerreotypien“. Die beiden ‚Erfinder’ der Fotografie, Niepce und Daguerre, waren ebenfalls wohlbetuchte Bürger, die vom Arbeitsprozeß freigestellt, Zeit zum Experimentieren und wissenschaftlichen Studien besaßen. Continue reading ‘Erfindung der Daguerreotypien’ »

Historische Aspekte der Entwicklung der Fotografie

Die rasche Entwicklung und weite Verbreitung der Fotografie hängt mit der Mode des Portraits im 19. Jahrhunderts zusammen. Das aufstrebende Bürgertum, das sich in Europa von feudalistischen Fesseln zu befreien suchte, die es in seinem ökonomischen Expansionsdrang hinderten, schaffte sich im Portrait ein Mittel der Selbstdarstellung. Continue reading ‘Historische Aspekte der Entwicklung der Fotografie’ »

Klischees und Stereotypen

Millionen besitzen eine Kamera, der Ausstoß von Fotografien erreicht die Milliardengrenze. Fotografieren ist ein gesellschaftlich enorm verbreiteter Ritus, der aber in den seltensten Fällen zu einer emanzipatorischen Nutzung, i.S. von Problematisierung von Wirklichkeit, führt. Der alltägliche uniforme Bildausstoß beweist dies. Continue reading ‘Klischees und Stereotypen’ »