Das sinnliche Versprechen der Fotoindustrie

Dieses sinnliche Versprechen der Fotoindustrie und das Eingehen des Amateurs auf dieses Versprechen mir dem Kaufakt, sichert ihm die Nähe zum Profi, die auch in der eigenen fotografischen Produktion ihre Fortsetzung findet.

Er versucht in seiner Freizeit das nachzuvollziehen, was der Profi als Bildvorlage bietet. Er versucht sowohl formal/inhaltlich, als auch durch die entsprechende ständige Erweiterung seiner Ausrüstung mit dem, was gesellschaftlich als professioneller Standard angesehen wird, gleichzuziehen.

„Die Nähe zu ihnen (den Profis, d.V.) wird beim Kauf der Kamera, beim Erwerb des Zubehörs entschieden. Aber diese Nähe, die dem Amateur mit dem Kauf einer teuren Kamera angeboten wird und von deren beider Verbindung er sich Einblick erhofft, die ihm ‚die Welt zeigen, wie er sie noch nie gesehen hat’, ist ebenso konstruiert und künstlich, wie die auf den Händler-Profit zielende suggestive Gleichschaltung von gutem Apparat und guter Aufnahme. Es ist die Nähe zwischen dem Zuschauer und Champion, zwischen anonymem Betrachter und gefeiertem Akteur“ (Volksfoto 1981).

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