30th April 2007, 12:12 am
Die Objektivität oder der Realismus des Fotos sind nur schöner Schein und dienen letztlich nur der Manipulation des Rezipienten (natürlich auch der des privaten Produzenten). Seine Unkenntnis über die technische Vielfalt und die Zusammenhänge (wie Fotos zustande kommen) in denen Fotos vermittelt werden, führt zur Bestätigung des objektiven Charakters der Fotografie. Continue reading ‘Kritik des objektiven Scheins’ »
28th April 2007, 12:04 am
Die technische Reproduzierbarkeit des Mediums führt dazu, daß Abbilder von Realität frei verfügbar und damit auch manipulierbar werden, indem man z.B. neue Bildwirklichkeiten arrangiert. Continue reading ‘Neue Bildwirklichkeiten’ »
25th April 2007, 11:54 pm
Klaus Waller (1982) kommt in seiner Untersuchung zu dem Schluß, daß
„das in der Theorie (gemeint ist die Fototheorie, d. Verf.) vertretene Eingeständnis der Subjektivität des Fotos beim allgemeinen Zeitungsfoto durch demonstrativen Wahrheitsanspruch geleugnet wird“.
Josef Kasper (1979) geht von ähnlichen Voraussetzungen aus, nur spricht er in diesem Zusammenhang von der Ikonizität, d.h. Ähnlichkeit mit der Natur oder Wirklichkeitstreue von Fotos. Auch in der bürgerlichen Fototheorie (vgl. bes. Kemp, Wolfgang 1980, 1981, 1982) wird jene als einzig objektives Verfahren zur Abbildung von Wirklichkeit bezeichnet. Continue reading ‘Der objektive Schein der Fotografie’ »
23rd April 2007, 11:52 pm
Die besondere Qualität des fotografischen Abbildes gegenüber allen vorherigen Verfahren wurde bereits erwähnt. Die technische Reproduzierbarkeit des Mediums, d.h. die Möglichkeit beliebig viele Abzüge herzustellen und die Variabilität der Kameraausrüstung, die beliebige Einsetzbarkeit oder Tragbarkeit der Kamera, läßt die Fotografie zum ersten wirklich revolutionären Reproduktionsmittel werden (vgl. Benjamin, Walter 1977). Continue reading ‘Prinzip der technischen Reproduzierbarkeit’ »
16th April 2007, 11:30 am
Wir erfahren unsere Wirklichkeit durch bestimmte Wahrnehmungsmuster. Diese Wahrnehmungsmuster bilden sich auf der einen Seite über die Auseinandersetzung mit der realen Wirklichkeit, auf der einen Seite (zu einem großen Teil) durch bildhafte Darstellungen (Fernsehen, Werbung, Illustrierte…) dieser Wirklichkeit heraus. Continue reading ‘Wahrnehmung der Wirklichkeit’ »
13th April 2007, 09:22 am
Die besondere Eignung der Fotografie zur Massenkommunikation und die rasche Adaption dieses Verfahrens zur ‚Abbildung von Wirklichkeit’ durch die bürgerliche Gesellschaft beruht einerseits auf den technischen Prinzipien der Fotografie, andererseits sind es bestimmte inhaltliche Vorzüge, die sich aus den technischen Bedingungen ergeben. Continue reading ‘Besondere Eignung der Fotografie als Massenmedium’ »
11th April 2007, 01:50 pm
Mit der Wahl des Kompressions- oder Qualitätsfaktors (je nach Anwendungsprogramm zwischen 0 und 10 (12) oder 0 und 100 mit eben feineren Stufen) kann beeinflusst werden, wie aggressiv nun Kontraste reduziert werden. Continue reading ‘Die Wahl von Kompression und Qualität des Bildes’ »
10th April 2007, 04:13 pm
Hier soll offengelegt werden, wie von Seiten der Fotoindustrie mittels bestimmter Gebrauchswertversprechen ein repressives Bild über den Gebrauch der Fotografie erzeugt und lanciert wird. Die Werbung der Fotoindustrie nimmt sowohl Einfluß auf den Formal-technischen Aspekt der Fotografie (welche Apparaturen, Filme, etc. zu benutzen sind), als auch auf die inhaltlich-ästhetische Produktion von Fotos (wie und was zu fotografieren ist). Continue reading ‘Fotografie als Massenmedium’ »
8th April 2007, 09:08 am
Das, was sich auf dieser Folie als Kreativität äußert (Bildproduktion), ist nichts anderes als Scheinbefriedigung, denn da der Käufer glaubt, daß er mit der Kamera X die zugehörige Portion Kreativität kauft, wird er sich keine Gedanken über seine wirklichen Bedürfnisse und möglichen kreativen Leistungen machen und sich eher, falls seine Bildproduktion nicht dem professionellen Schein entspricht, eine andere Kamera kaufen.
Die regressive Bedürfnisstruktur wirkt eben unmittelbar disziplinierend und die eigenen Erfahrungen verdrängend. Dieser Mangel an Problembewußtsein erspart aber dem Käufer auch die stets mit der Angst und Leid verbundene (bewußte) Verarbeitung konkreter Erfahrungen, Bedürfnisse und Interessen. Er muß aber ständig nach neuen Reizen suchen,
„er kann keine Entspannung dulden, weil er keine Erfüllung kennt“ (Prokop, Dieter 1974).
7th April 2007, 10:42 am
Ein Wort zur Kompression: Bilddateien werden, und dies hat sich seit der letzten Auflage unseres Ratgebers noch nicht geändert, am besten im JPEG-Format gespeichert. Es gibt mittlerweile einige sogenannte Wavelet-Formate, die in der Fachpresse oder im Internet diskutiert und verglichen werden - branchenweit durchgesetzt hat sich aber noch keines dieser neueren Formate. Continue reading ‘Kompression von Bilddateien’ »