Kreativität als Scheinbefriedigung

Das, was sich auf dieser Folie als Kreativität äußert (Bildproduktion), ist nichts anderes als Scheinbefriedigung, denn da der Käufer glaubt, daß er mit der Kamera X die zugehörige Portion Kreativität kauft, wird er sich keine Gedanken über seine wirklichen Bedürfnisse und möglichen kreativen Leistungen machen und sich eher, falls seine Bildproduktion nicht dem professionellen Schein entspricht, eine andere Kamera kaufen.

Die regressive Bedürfnisstruktur wirkt eben unmittelbar disziplinierend und die eigenen Erfahrungen verdrängend. Dieser Mangel an Problembewußtsein erspart aber dem Käufer auch die stets mit der Angst und Leid verbundene (bewußte) Verarbeitung konkreter Erfahrungen, Bedürfnisse und Interessen. Er muß aber ständig nach neuen Reizen suchen,

„er kann keine Entspannung dulden, weil er keine Erfüllung kennt“ (Prokop, Dieter 1974).

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