Fotografie als Massenmedium

Hier soll offengelegt werden, wie von Seiten der Fotoindustrie mittels bestimmter Gebrauchswertversprechen ein repressives Bild über den Gebrauch der Fotografie erzeugt und lanciert wird. Die Werbung der Fotoindustrie nimmt sowohl Einfluß auf den Formal-technischen Aspekt der Fotografie (welche Apparaturen, Filme, etc. zu benutzen sind), als auch auf die inhaltlich-ästhetische Produktion von Fotos (wie und was zu fotografieren ist).

Neben der Fotoindustrie sind es aber vor allem die Massenmedien, als Teil der

„kapitalistischen Bewußtseinsindustrie“ (Negt , Oskar/Kluge, Alexander 1977)

oder

„Illusionsindustrie“ (Haug, W.F. 1976),

die die Fotografie benutzen. In diesem Zusammenhang beziehe ich mich nur auf die Massenmedien ‚Illustrierte’ und ‚Tagespresse’ , anhand der Untersuchungen von Josef Kasper (1979) und Klaus Walter (1982).

Alle anderen Bereiche, in denen Fotografie als Massemedium eingesetzt wird (Werbung, Fernsehen usw.) bleiben hier ausgespart; es wird aber vorausgesetzt, daß die hier herausgearbeiteten Tendenzen in ihren Grundmustern für alle anderen Anwendungsgebiete ebenfalls ‚typisch’ sind.

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