Besondere Eignung der Fotografie als Massenmedium

April 13, 2007 by picturetom · Ihr Kommentar
Abgelegt unter: Fotografie und Bewußtsein 

Die besondere Eignung der Fotografie zur Massenkommunikation und die rasche Adaption dieses Verfahrens zur ‚Abbildung von Wirklichkeit’ durch die bürgerliche Gesellschaft beruht einerseits auf den technischen Prinzipien der Fotografie, andererseits sind es bestimmte inhaltliche Vorzüge, die sich aus den technischen Bedingungen ergeben.

Die Fotografie ist „… die erste ästhetische Produktionsform, die auf der Höhe der Zeit steht, den Stand der Entwicklung der Produktivkräfte direkt repräsentiert, d.h. das technische Instrument und Medium Fotografie steht unter komplex entwickelten Produktionsbedingungen, angefangen von der Fotogeräteproduktion (Hardware) bis hin zur Reproduktionsindustrie (Software); dies gilt für das fotografische Produkt genauso wie für dessen Produzenten, den Fotografen, soweit er professionalisiert ist“ (Kasper, Josef 1979).

Es sind aber auch einige typische Charakteristika des fotografischen Abbildes, wie das Prinzip der technischen Reproduzierbarkeit, der objektive Schein

–„der demonstrative Wahrheitsanspruch“ (Waller, Klaus 1982)- ,

„die ausgeprägte Ikonizität“ (Kasper, Josef 1979)

, die das Foto zu einem festen Bestandteil der menschlichen Wahrnehmung werden lassen. Wobei davon auszugehen ist, daß das größte Quantum an Information über periphere Sinnesorgane, wie das Auge perzipiert (sinnlich wahrgenommen) und bewußt erfaßt wird.

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