Kritik des objektiven Scheins
Die Objektivität oder der Realismus des Fotos sind nur schöner Schein und dienen letztlich nur der Manipulation des Rezipienten (natürlich auch der des privaten Produzenten). Seine Unkenntnis über die technische Vielfalt und die Zusammenhänge (wie Fotos zustande kommen) in denen Fotos vermittelt werden, führt zur Bestätigung des objektiven Charakters der Fotografie.
Allein schon von der technischen Seite her läßt sich das Argument, ‚das Kameraauge sei objektiv und realistisch’, nicht halten, denn die verschiedenen technischen Möglichkeiten, die die Apparatur bietet, wie Wechseloptiken (mit jeweils unterschiedliche Brennweite), Perspektivenverkürzung oder –verlängerung, Standpunkt des Fotografen, lassen das Foto zu einer rein subjektiven Sichtweise der Realität werden. Um einen Gegenstand zu fotografieren, lassen sich unendlich viele Möglichkeiten realisieren und jede ist in ihrer Art der Abbildung von Realität einmalig.


















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