Inhaltliche Stereotypen in den Massenmedien II
Optimistischer Grundton – Heile Welt: Hierbei muß unterschieden werden zwischen der Vermittlung des Bildes in der Tageszeitung und Illustrierten.
Die ‚Heile Welt’ in den Illustrierten:
„Betrachtet man die Beiträge über alle Bereiche hinweg, so sind positive und neutrale Wertungen eindeutig in der Überzahl. In der Vielfalt und Fülle der Beiträge wird dies währen der normalen Rezeption dem Leser wohl kaum bewußt werden. Schließt man die seit den siebziger Jahren fast ausschließlich bunten Zeitungen in den Blattkonsum mit ein, so wird der durch das Bildmaterial bestimmte optimistische Grundton noch deutlicher“ (Kasper, Josef).
Vermittelt wird dieser optimistische Grundton durch den entsprechen ästhetischen Charakter der einzelnen Fotos (Farbfotos, kostbare Objekte) und durch den Zusammenhang in dem diese Fotos stehen (Layout, Bild/Text-Kombination).
In der Tageszeitung greift der ästhetische Schein wegen der fast ausschließlichen Verwendung von Editorial und News -Fotos nicht so eindeutig, doch wird auch hier durch entsprechende Auswahl der fotografischen Objekte (lachende Politiker, Soraya-Fotografie) und durch die Platzierung der Fotos ein positives Weltbild gefördert.
Problematische Bereiche des menschlichen Zusammenlebens, wie die Arbeitswelt, soziales Elend, werden in der Medienfotografie nur selten thematisiert, geschieht dies aber, so werden solche Beiträge wiederum ästhetisch schmackhaft zubereitet, so daß sie für den Rezipienten genau so gut verdaulich wie eine ‚Marlboro-Reklame’ sind.


















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