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Das Problem: RGB ist nicht gleich RGB und CMYK ist schon gar nicht CMYK.
Es gibt keine allgemeinverbindliche Definition von Rot, Grün und Blau für den RGB-Farbraum. Stattdessen gibt es eine Vielzahl verschiedener RGB-Farbräume. CMYK Farbräume unterscheiden sich sogar noch stärker, denn hier hängen die Farben nicht nur von den verwendeten Druckfarben und dem verwendeten Papier ab, sondern auch von der Farbtemperatur der Beleuchtung und dem auf der Rückseite des Blattes Gedruckten ab. Zwischen einem Hochglanzdruck und einem Zeitungsbild liegen Welten. Ein CMYK-Farbraum beschreibt immer nur einen bestimmten Druckvorgang und stimmt für alle anderen nicht. Da er auch meist ein sehr viel kleinerer Farbraum als RGB ist, eignet er sich nicht für die Speicherung von Bilddateien, mit denen man noch etwas anderes vorhat als diesen speziellen Druckvorgang.
RGB ist da schon besser, man muss allerdings das Problem der Standardisierung lösen, damit die Partner im Arbeitsprozess wissen, wie genau diese Farben „gemeint“ sind. Wie kommt man auf diesen Standard?
In den zwanziger Jahren hatte die französische Normungsbehörde CIE dazu einen guten Ansatz, in dem sie in Massenuntersuchungen feststellte, welche Farben Menschen sehen und voneinander unterscheiden können. Aus dem Durchschnitt dieser Messungen definierte sie einen nach den Wellenlängen des Lichts bestimmten Farbraum, die für Menschen sichtbaren Farben, und nannte ihn CIE-Lab oder CIE-XYZ.
Dieser Farbraum ist genau definiert, es gibt zwar unterschiedliche Darstellungsformen, aber keine Unterschiede in den Farben und im Farbumfang, so dass er sich als Referenz für Normungsbestrebungen eignet.
Der Trick der ICC-Profile ist, den jeweiligen Farbraum auf den genormten CIE-XYZ abzubilden, der alle sichtbaren Farben enthält und somit alle sinnvollen Farbräume beinhaltet. Wenn eine Bilddatei nun von einem Farbraum in den nächsten konvertiert werden soll, kann das Colormanagement Modul (CMM), ein Programmteil des Systems (siehe ColorSync beim Macintosh, ICM 2.0 bei Windows) oder ein Bestandteil der Programme (wie Photoshop) nachschauen, wo die Farben des Farbraums A im Farbraum CIE-XYZ liegen, und wo diese wiederum im Farbraum B sind. Was passiert, wenn Farbraum B kleiner als A ist, wird später erklärt.


















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