Woher bekomme ich ICC-Profile bzw. wie erzeuge ich selbst welche ?
Juni 20, 2007 von picturetom · 1 Kommentar
Bildschirm: Ideal ist es, den Bildschirm mit einem Messgerät auszumessen, nachdem vorher Farbtemperatur (5000-6500°K je nach Arbeitsumgebung), Kontrast und Helligkeit eingestellt worden sind. Bei neueren Bildschirmen liefert der Hersteller häufig auch ein Durchschnittsprofil der Monitorreihe mit. Auch über das Kontrollfeld „Monitore“ oder „Adobe Gamma“ kann der erfahrene Anwender den Bildschirm manchmal schon zufriedenstellend justieren, aber diese Methode ist eindeutig zweite Wahl.
Ein Profil wird mithilfe einer Software, die bestimmte Farben auf dem Bildschirm darstellt und einem Messgerät, das die Messwerte wieder in den Computer überträgt, erstellt.
Scanner: Bei guten Scannern liegen heute recht brauchbare ICC-Profile bei. Besser ist auch hier das Selbst-Erstellen. Dafür braucht man eine genormte Vorlage (genannt IT8.7 oder Kodak Q-60), die Messdaten dieser Vorlage als Datei und eine Software, die den Scan der Vorlage mit den Sollwerten der Datei vergleicht und daraus ein Profil errechnet.
Druck: Bei Home-Office-Druckern werden häufig sehr gute Profile mitgeliefert (Tintenstrahler, Laser). Vielleicht reicht es auch, die Dateien in ECI-RGB weiterzugeben. Nicht jeder Bildbearbeiter muss sich überhaupt um den Druck kümmern. Beim Offset-Druck fragen Sie Ihren technischen Ansprechpartner nach einem ICC-Profil oder ersatzweise nach den Separationseinstellungen, insbesondere dem Tonwertzuwachs.
Der Vollständigkeit halber: Druckprofile werden erstellt, indem eine vorgegebene Datei (Farbtestfelder)mit bestimmten Normvorgaben gedruckt wird und das Druckergebnis mit einem sogenannten Spektralphotometer ausgemessen und in den Computer übertragen wird. Aus der Differenz der definierten Farbwerte der Testdatei und dem gemessenen Druckergebnis wird dann das Profil ausgerechnet. Dieser Teil des Colormanagements ist der komplizierteste und teuerste, so dass die meisten Anwender damit seltener in Berührung kommen werden als beim Monitor und vor allem beim Scanner, bei dem heute häufig schon Kalibrationsvorlagen und Software mitgeliefert werden.
Gute Informationen für jeden User. Weiter so!