Einkommen und Intensität der Praxis

Es besteht eine starke Korrelation zwischen steigendem Einkommen, höherer Bildung, Ausbildung und dem Besitz von Kameras in Deutschland. Dabei finden wie in Arbeiterhaushalten den geringsten Anteil an Kameras (1975 = 31,2 %) und in den Beamten-/Angestelltenhaushalten mit höherem Einkommen den größten Anteil an Kamerabesitzern (1975 = 97,4 %). Die Zahl der Besitzer von Fotoapparaten nimmt mit steigendem Einkommen zu.

Ebenso wahrscheinlich ist es, daß der Besitz von Kameras eher in eine, wie auch immer aussehende, verstärkte Praxis verbunden mit einer höheren Intensität mündet. Wobei überraschenderweise die von Bourdieu (1981) ermittelten Prozente für die mehr saisonale Nutzung von Fotografie in allen Einkommensklassen gleich sind.

„Mit jeder Erhöhung des Einkommens wachsen die Möglichkeiten, die Photographie zu betreiben, und zwar intensiv zu betreiben, während zugleich die Anforderungen an die dazu unentbehrlichen Geräte und die Qualität der produzierten Bilder zunimmt“ (Bourdieu u.a. 1981).

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