Biographie und Fotografie
Betrachtet man den Zusammenhang von saisonalem Gebrauch der Fotografie, der Fixierung auf Familie (Portrait) und dem Komplex Urlaub-Familie, so wird klar, daß der betroffene Fotograf bewußt oder unbewusst seine Kamera als Instrument seiner ganz persönlichen Geschichtsschreibung nutzt.
Zwar ist der Prozeß des Fotografierens zumeist auf eine rein reaktive Anwendung (immer wieder dasselbe zu fotografieren), verbunden mit klischeehafter Bildproduktion reduziert, doch erfüllt das Ergebnis immer noch die Funktion eine Chronik, eine Biographie der Familie im weitesten Sinne zu erstellen.
Die Sammlung von Fotografien in Alben – zumeist geordnet nach dem familienhistorischen Ablauf – ist ein weiterer Beleg. Mittels der Fotografie wird eine Portraittechnik der Familie konstruiert, die subjektiv Zeugnis ablegt über herausragende Ereignisse im Leben der Familie und objektiv Zusammenhang stiftet, der im Alltag/in der Arbeitswelt aufgrund von Arbeitsteilung und Atomisierung nicht mehr erfahren kann.


















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