Was versteht man unter Medien?
Juni 3, 2009 von picturetom · Kommentar verfassen
Alle Prozesse im Medienmarkt erfordern grundsätzlich ein analytisches Herangehen. Vor allem dann ,wenn es um das wertvolle Gut Bild oder neudeutsch Asset geht. Gerade die Investition in kostensparende und effektive Systeme setzt einiges KnowHow voraus. In diesem Beitrag werden die grundlegenden Begriffe geklärt. In den nächsten Beiträgen werden Zusammenhänge und unterschiedliche Media Asset Management Systeme dargestellt. Medien sind mehr als nur Fotos. Medien sind prinzipiell unstrukturierter Content, der im Media Asset Management strukturiert und damit sichtbar gemacht wird.
Media-Asset-Management (MAM), Digital Asset Management (DAM), Media-Warehouse-Systeme und Digital Media Management (DMM) sind in der Regel synonyme Bezeichnungen für Systeme zur Strukturierung von unterschiedlichen Medien. Spezialisierte Unternehmensberatungen aus den USA schätzen, dass zwischen 70% und 90% aller Medien in Unternehmen als unstrukturierte Informationen vorliegen. Das Content Wachstum liegt bei über 150% jährlch. Der Bedarf an Strukturierung und das Marktvolumen für MAM sind damit gigantisch
Medien Definition
Medien sind unstrukturierter Content. Sie stellen Information dar und dienen der Kommunikation. Zu den grundlegenden Medientypen gehören:
- Texte: RTF, PDF, DOC, …
- Bilder: TIF, JPEG, GIF, EPS, …
- Audio: mp3, wav, …
- Fonts: Geneva, Helvetica, Times, …
- Video: mp4, MPEG, mov, avi, …
Medien Typen
Die o.a. Medien werden in bestimmten Medien-Typen oder Medien-Kategorien verdichtet, d.h.für die Rezeption durch den Betrachter nutzbar gemacht. Dazu gehören Fernsehen, Radio (Hörfunk), Internet, Zeitungen, Bücher und Zeitschriften.
Immer wichtiger wird in Zukunft die Verwendung von Rich Media. Unter Rich Media versteht man Content der zusätzlich zeitbasiert ist (Inhalte werden entlang einer Zeitachse dargestellt): Video, Filme, Podcasts, Animationen, …
Konvergenz von Medien und Industrie
Als Konvergenz bezeichnet man bezeichnet man das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Medien Typen und Herstellungs-Bereiche: Internetholding, Druck, Verlag, Fernsehen, Fotoproduktion, etc. Am Ende steht nicht mehr der spezialisierte Dienstleister oder Hersteller, sondern der multimediale Mischkonzern.
Diese Entwicklung vollzieht sich nicht in der Medien-Industrie. Damit einher geht das Zusammenwachsen der traditionellen Rezeptionstechnologien, z.B. bei Fernsehgeräten, Internet und Telefonie.
Content und Strukturierung
Als Content werden Informationen (Daten) bezeichnet die in mehr oder weniger strukturierter Form in digitalen Systemen (bspw. Bilddatenbanken, MAMs, DAMs) bereitgehalten werden. Diese Objekte umfassen den eigentlichen Inhalt, die Struktur und die entsprechenden Metadaten.
Unterscheidbar wird dieser Content durch den Strukturierungsgrad der Daten
- komplett strukturierter Content ist standardisiert und kommt aus Systemen mit Datenbanken, Beispiel: Tabellen
- mässig strukturierter Content enthält zwar Struktur und Metadaten, ist jedoch nicht standardisiert, Beispiel: Word-Dateien
- unstrukturierter Content sind Daten die ohne Struktur und Metadaten vorliegen oder deren Struktur nicht durch Systeme erschlossen werden kann, Beispiel: Fotos, Videos
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