Freitag, 3 September, 2010

Keine Zukunft für Stockfotografen – Fotografieren in Zeiten der Rezession

September 17, 2009 von kalida · 8 Kommentare 

Fotografen ArbeitsplatzZugegeben die Analyse und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des Stockfoto-Marktes ist auf den ersten Blick für den engagierten Fotografen eher negativ. Eine klare Einschätzung des Marktes ist jedoch notwendig um eigene Strategien zu entwickeln und sich für die Zukunft marktgerecht aufzustellen. Gefordert ist der Fotograf als Business Manager, der als aktiver Marktteilnehmer den Bildermarkt gestaltet. Unter den aktuellen Marktgegebenheiten sind Kreativität und Managementfähigkeiten gefragt. Nischen müssen erkannt und besetzt werden. Jeder muss sich in diesem schnellen Business täglich neu erfinden und neue Vermarktungschancen nutzen. Veränderungen kommen nicht nur auf den Fotografen, sondern auch den Verwerter (Bildagenturen, Agenten) zu.
Deren jahrzehntelang geradezu symbiotische Verbindung mit Fotografen wurde durch die neuen Communityportale und Entwicklungen im Internet aufgebrochen. Ein Fotograf sucht sich heute Distributoren mit den höchsten Verwertungschancen und der breitesten Streuung oder verkauft sich mit Hilfe von Web 2.0-Technologie vorzugsweise mit dem eigenen E-Shop.
Die Klassischen Bildagenturen mit dem Schwerpunkt RF und RM Bildvermarktung werden, wie die Dinosaurier vom Markt verschwinden.

Wie kann man als Stockfotograf im Bildermarkt überleben?

  • Die wirtschaftlichen Vorzeichen für den Aufbau einer Karriere als Stockfotograf sind ungünstig und werden auch in Zukunft nicht besser werden.
  • Die Produktion von Stockmaterial, sollte nur eine mögliche Einkommensquelle sein. Zur wirtschaftlichen Absicherung sollte das gesamte Spektrum der Fotografie genutzt werden. Oder man betracht die Stockfotografie einfach nur als Teilzeitbusiness (mit Spaßfaktor) und verfügt über weitere Einkommensquellen.
  • Für Stockfotografen, die bis jetzt von Ihren Umsätzen gut eben konnten gelten die Gesetzte der Marktwirtschaft: Kreativ bleiben, neue Themen besetzen, alte Themen neu fotografieren, sonst wird man von den nachdrängenden Bildautoren mit schierer Masse erdrückt.
  • Auftragsproduktionen forcieren: Ein Portfolio mit Kunden für Auftragsfotografie aufbauen, denn dies bedeutet regelmässiges, kalkulierbares Einkommen.
  • Festanstellung suchen: Der Konkurrenzkampf um die ständig schrumpfenden Stellen ist zwar hart, aber immer noch besser als kein Einkommen.
  • Weiterbildung dient dem Überleben: Wie in jedem Beruf verändern sich Markt und Technik drastisch. Der Fotograf steht immer stärker in Konkurrenz zum Videoproduzenten. Deswegen sollte er sich unbedingt Video-KnowHow aneignen.
  • Die heutige Stockfotografie ist Bestandteil der industriellen Bildproduktion grösserer Studios. Will man als einzelner Fotograf überleben muss man sich entsprechende Managementmethoden aneignen. Business-Plan und Kostenkontrolle sind hier die Zauberworte. Oder noch konkreter: Bildausstoß erhöhen, bei niedrigeren Kosten pro Bild!

Was müssen Bilddistributoren und Bildvermittler in Zukunft beachten?

  • Der Bildermarkt ändert sich dramatisch, neue Verwertungsportale im Microstock- und Communitysegment erreichen immer mehr Käufer und erzielen ständig steigende Honorarumsätze. Die Gewinne der Bildagenturen sinken vor allem im RM und RF Bereich. Immer weniger Honorarvolumen erreicht den (Berufs-) Fotografen.
  • Damit ändert sich auch die Situation des klassischen Agenturfotografen: Er kann nicht länger von den Umsätzen der traditionellen Agenturen leben und sucht sich neue EInkommensquellen.
  • Die Bildagenturen verlieren einen Grossteil dieser Bildproduzenten als regelmässige Bildquelle und müssen ihr Zuliefererspektrum erweitern.
  • Neue Bildlieferanten sind, wie bei den Microstockportalen auch, nur im Amateursektor oder in den unterschiedlichen Communities zu finden. Hier gilt es Talente zu entdecken, die Nischen besetzen und neue Bildsprachen zu entwickeln.

Die klassischen Bildagenturen müssen effiziente, kostensparenden Systeme und Portale entwickeln, die diese Klientel ansprechen. Damit treten Sie in direkte Konkurrenz zu den neuen Community- und Microstockportalen, die diesen Weg vorgezeichnet haben. Für die klassischen Bildagenturen gilt es den eigenen Brand (sofern überhaupt vorhanden) in die Jetztzeit zu transportieren und bspw. eigene Communities zu bilden und zu pflegen.

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Kommentare

8 Antworten nach “Keine Zukunft für Stockfotografen – Fotografieren in Zeiten der Rezession”
  1. Keine Zukunft für Stockfotografen? Fotografieren in Zeiten der Rezession: @picturetom http://bit.ly/ddX4y #microstock #stockfotografie

  2. RT: @nachbelichtet: Interessant: Keine Zukunft für Stockfotografen – Fotografieren in Zeiten der Rezession http://is.gd/3n7jb

  3. marta. sagt:

    RT @nachbelichtet Interessant: Keine Zukunft für Stockfotografen – Fotografieren in Zeiten der Rezession http://is.gd/3n7jb

  4. picturetom sagt:

    Keine Zukunft für Stockfotografen- Fotografieren in Zeiten der Rezession http://bit.ly/18dyES via @AddToAny

  5. Keine Zukunft für Stockfotografen?; Fotografieren in Zeiten der Rezession http://bit.ly/18dyES via @AddToAny

  6. PHOTO PRESSE sagt:

    @picturetom Keine Zukunft für Stockfotografen- Fotografieren in Zeiten der Rezession http://bit.ly/18dyES

  7. name sagt:

    toller artikel habe total viel neues erfahren

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  1. Webnews.de sagt:

    Keine Zukunft für Stockfotografen – Fotografieren in Zeiten der Rezession…

    picturetom über das Geldverdienen mit Fotos in Zeiten der Rezession. Vor allem der Stockfotograf mu…



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