Inhaltliche Stereotypen in den Massenmedien II
Optimistischer Grundton – Heile Welt: Hierbei muß unterschieden werden zwischen der Vermittlung des Bildes in der Tageszeitung und Illustrierten. Read more
Inhaltliche Stereotypen in den Massenmedien I
Personalisierung – Fixierung auf Personen ‚ die etwas darstellen’: Auffallend ist der Trend zur Personalisierung sowohl in der Tagespresse-, als auch in der Illustriertenfotografie, so daß man hierbei geradezu von einem Wesensmerkmal der Medienfotografie sprechen kann. Read more
Stereotypen der Medienfotografie
Fotos saugen lebendige Anschauung auf. Indem sie öffentlich gemacht werden, realisieren sie sich als Ware. Alles primäre Geschehen (politische Ereignisse, Folklore, Unfälle etc.) wird durch die Fotografie adaptiert, seines sozialen Gebrauchswertes beraubt, d.h. aus der im Prinzip real erfahrbaren Situation herausgelöst und als Reproduktion in den Bildmedien verkauft. Read more
Vermittlung von Fotografie in den Massenmedien
Das Bild beherrscht den Text: Seit der Perfektionierung der Druckverfahren, vor allem des Vier-Farbdruck seit den 50er Jahren, ist der Anteil der Bilder im Bereich der gedruckten Medien ständig gestiegen. Für den Beginn der siebziger Jahre spricht Kasper (1979) von durchschnittlich 68% Bildaussagen, mit steigender Tendenz. Für den Bereich er Tagespresse, deren Schwerpunkt auf aktueller Berichterstattung ruht, wird sich der Anteil der Bilder in dem Bereich von 30 – 50 % Bildaussagen bewegen. Read more
DIE ‘WAHRHEIT’ DER FOTOGRAFIE
„Das Foto ist ein schmaler Ausschnitt von Raum ebenso wie von Zeit. In einer von fotografischen Bildern beherrschten Welt erscheinen alle Grenzen willkürlich. Alles kann von allem getrennt werden. Es ist lediglich erforderlich, jedes Mal einen anderen Ausschnitt zu zeigen. Die Fotografie fördert eine nominalistische Sicht der gesellschaftlichen Realität, so, als bestünde diese aus kleinen, offenbar unendlich vielen Einheiten – wie ja auch die Zahl der Fotos, die von etwas gemacht werden können, unbegrenzt ist. Durch Fotografien wird die Welt zu einer Aneinanerreihung beziehungsloser, freischwebender Partikel…“(Susan Sonntag, 1978)
Kritik des objektiven Scheins
Die Objektivität oder der Realismus des Fotos sind nur schöner Schein und dienen letztlich nur der Manipulation des Rezipienten (natürlich auch der des privaten Produzenten). Seine Unkenntnis über die technische Vielfalt und die Zusammenhänge (wie Fotos zustande kommen) in denen Fotos vermittelt werden, führt zur Bestätigung des objektiven Charakters der Fotografie. Read more
Neue Bildwirklichkeiten
Die technische Reproduzierbarkeit des Mediums führt dazu, daß Abbilder von Realität frei verfügbar und damit auch manipulierbar werden, indem man z.B. neue Bildwirklichkeiten arrangiert. Read more
Der objektive Schein der Fotografie
Klaus Waller (1982) kommt in seiner Untersuchung zu dem Schluß, daß
„das in der Theorie (gemeint ist die Fototheorie, d. Verf.) vertretene Eingeständnis der Subjektivität des Fotos beim allgemeinen Zeitungsfoto durch demonstrativen Wahrheitsanspruch geleugnet wird“.
Josef Kasper (1979) geht von ähnlichen Voraussetzungen aus, nur spricht er in diesem Zusammenhang von der Ikonizität, d.h. Ähnlichkeit mit der Natur oder Wirklichkeitstreue von Fotos. Auch in der bürgerlichen Fototheorie (vgl. bes. Kemp, Wolfgang 1980, 1981, 1982) wird jene als einzig objektives Verfahren zur Abbildung von Wirklichkeit bezeichnet. Read more
Prinzip der technischen Reproduzierbarkeit
Die besondere Qualität des fotografischen Abbildes gegenüber allen vorherigen Verfahren wurde bereits erwähnt. Die technische Reproduzierbarkeit des Mediums, d.h. die Möglichkeit beliebig viele Abzüge herzustellen und die Variabilität der Kameraausrüstung, die beliebige Einsetzbarkeit oder Tragbarkeit der Kamera, läßt die Fotografie zum ersten wirklich revolutionären Reproduktionsmittel werden (vgl. Benjamin, Walter 1977). Read more
Wahrnehmung der Wirklichkeit
Wir erfahren unsere Wirklichkeit durch bestimmte Wahrnehmungsmuster. Diese Wahrnehmungsmuster bilden sich auf der einen Seite über die Auseinandersetzung mit der realen Wirklichkeit, auf der einen Seite (zu einem großen Teil) durch bildhafte Darstellungen (Fernsehen, Werbung, Illustrierte…) dieser Wirklichkeit heraus. Read more
