20th März 2008, 04:32 pm
Die vielfältigen Beziehungen des fotografischen Zeichensystems sind in den meisten Fällen zu komplex, um dem Rezipienten ein eindeutiges Erfassen des Inhalts zu ermöglichen. Die vielfältigen Beziehungen, die visuelle Formen und Farben auf dem Abzug miteinander eingehen, führen zur Mehrdeutigkeit der Bildaussage, während in der diskursiven Sprache die Monosemierung (das Vorhandensein nur einer Bedeutung zu einem Wort, z.B. Kugelschreiber) von Inhalten vorherrscht. Continue reading ‘Monosemierung und Verallgemeinerung von fotografischen Zeichen’ »
12th März 2008, 08:37 am
Die erste Frage, die im Hinblick auf das sinnliche Erkennen von Fotografie zu stellen ist, ist die nach dem besonderen Charakter fotografischer Wahrnehmung. Aus dem bisher Gesagten über die Bedeutung des Fotos in den Massenmedien für die menschliche Kommunikation, wurde deutlich, daß Fotografie an die Stelle der Wirklichkeit treten kann, das sie Informationen über diese Wirklichkeit vermittelt und unser Bild von der Wirklichkeit prägt. Continue reading ‘Das fotografische Abbild als Zeichensystem im Hinblick auf seine Bedeutung für subjektives Bewußtsein’ »
9th März 2008, 08:09 am
Nachdem nun in den vorangegangenen Beiträgen die tradierten Gebrauchsweisen der Fotografie im Hinblick auf die Bedeutung für die private Rezeption und Produktion von Fotos analysiert wurde, soll nun das Augenmerk auf die theoretischen Prinzipien ‚fotografischer Wahrnehmung’ und deren Wirkung auf das subjektive Bewußtsein und die Vergegenständlichung in Form privater Produktion von Fotos (Amateurfotos) gerichtet werden. Continue reading ‘Subjektives Bewußtsein und Fotografie’ »
5th März 2008, 06:57 am
Tendenz zum Farbbild: Mit 75 – 80 % ist der Anteil der Farbbilder an der Gesamtproduktion der Amateure am höchsten. Man kann davon ausgehen, daß das Farbbild wohl insgesamt den Rezeptionsgewohnheiten der Gelegenheitsknipser entgegenkommt, da das Farbbild eine größere Affinität zur Realität besitzt, mithin den Abbildrealismus und den optimistischen Grundton der Amateurfotos unterstützt: während das Schwarz-Weiß-Foto Realität eher abstrahiert und diese Abstraktionsfähigkeit (Umsetzen farbiger Realität in Grautöne) schon beim Aufnahmeprozeß voraussetzt. Continue reading ‘Formale Stereotypen der Amateurfotografie’ »
1st März 2008, 07:36 am
Personalisierung: Personendarstellungen (Kinder, Familie) bestimmen zum größten Teil die Fotografische Praxis der Gelegenheitsknipser. Joachim Kallnich (1977) ermittelte in einer empirischen Untersuchung, der 8886 Fotos aus Alben von Arbeiterfamilien zugrunde lagen, daß 85,8 % dieser Fotos Personendarstellungen waren. Mit 63,6 % lag dabei der Anteil der Gruppenbilder am höchsten. Von den Personendarstellungen wurden ca. 25 % auf Familienfesten/-feiern aufgenommen und ca. 28 % im Urlaub oder in der Freizeit. Continue reading ‘Inhaltliche Stereotypen der Amateurfotografie’ »
26th Januar 2008, 02:45 pm
Betrachtet man den Zusammenhang von saisonalem Gebrauch der Fotografie, der Fixierung auf Familie (Portrait) und dem Komplex Urlaub-Familie, so wird klar, daß der betroffene Fotograf bewußt oder unbewusst seine Kamera als Instrument seiner ganz persönlichen Geschichtsschreibung nutzt. Continue reading ‘Biographie und Fotografie’ »
22nd Januar 2008, 02:45 pm
Der zweite gängige Ritus amateurhafter Bildproduktion ist die Urlaubs – oder Touristenfotografie. Der rein ‚saisonale’ Gebrauch der Fotografie, vor allem im Urlaub, geht quer durch alle Schichten der Gesellschaft. Fotografische Praxis und Ferien korrelieren also sehr miteinander, ebenso wie die Verbindung von Familie und Urlaub: Tante Trude vor dem Eifelturm, Klein-Lieschen vor dem schiefen Turm – und bei den besserverdienenden Angestellten posiert halt die Freundin/Frau am Strand vor Hawaii vor der ‚glühend-rot’ untergehenden Sonne. Ferien bilden oft den Höhepunkt des Familienlebens, insofern tritt hier die Fotografie den Beweis an, daß man auch tatsächlich dagewesen ist. Continue reading ‘Urlaubsfotografie der Amateure’ »