12th Juni 2008, 07:07 am
Alle Möglichkeiten sind nach wie vor der ‚Oberfläche’ verhaftet und können allein zumeist keine Veränderung des Alltagsbewusstseins bewirken. Wir müssen also die Ebenen des bloßen orientierenden Erkennens verlassen. Dazu wurde bereits in dem Abschnitt „Verarbeitungsformen sinnlicher Erfahrung im Bewußtsein“ das problemlösende Denken als eine zweite Form der Erkenntnis angeführt. Problemlösendes Denken geht über sinnliches Erkennen hinaus, indem es sich Aufgaben stellt, in bewußte Auseinandersetzungen um Mittel und Ziele des Subjektes mündet, ein Vorgang, den man als Reflexion bezeichnen kann. Continue reading ‘Oberflächliche Wahrnehmung der Fotografie’ »
13th Mai 2008, 09:33 am
Die Produktion von Fotos wird hier als Vergegenständlichung subjektiven Bewußtseins verstanden. Dabei ist der Aneigungsprozeß auf die Wirklichkeit gerichtet, die in diesem Fall das Objekt sinnlicher Erkenntnis ist. Die Fotografie kann in diesem Zusammenhang als Erkenntnismittel verstanden werden. Mit Hilfe der Fotografie spiegelt das Subjekt im fotografischen Abbild die objektive Wirklichkeit durch sein Bewußtsein hindurch. Somit ist das Foto immer Ergebnis einer bewußten Entscheidung, einer bewußten Auswahl innerhalb der realen Gegenstandswelt. Continue reading ‘Die Vergegenständlichung subjektiven Bewusstseins’ »
8th Mai 2008, 09:27 am
Innerhalb einer konkreten Rezeptionssituation tritt das Foto also anstelle der Wirklichkeit. Es ist damit Objekt sinnlicher Erkenntnis. Dabei ist der Erkenntnisprozeß nicht nur durch die Begrenzung sinnlicher Wahrnehmung beschränkt (optimale Stimulierung, verhaftet-sein an der Oberfläche, Tendenz zur Eindeutigkeit, Begrenzung durch Standort und Perspektive), sondern ebenso durch die Einschränkungen des fotografischen Zeichens (nicht-Eindeutigkeit der Inhalte, zu große Komplexität, zu viele Teilbeziehungen), die zur Folge haben, daß Bedeutungsstrukturen nicht eindeutig erkannt und identifiziert werden, daß das Objekt (Foto) nicht eindeutig benannt werden kann und so denkende Erkenntnistätigkeit (als Reflexion; wobei hier das Foto Anlaß sein könnte) nicht stattfindet. Continue reading ‘Die Fotografie als Objekt’ »
3rd Mai 2008, 09:23 am
Die Entwicklung der Fotografie hat einen qualitativen Sprung innerhalb sinnlicher Erkenntnistätigkeit zur Folge. Der praktische Aneignungsprozeß wird verkürzt, indem durch das Foto Abbilder von Wirklichkeit frei verfügbar werden und als Informations- und Nachrichtenträger Wirklichkeit ersetzen können. Hier wird das Foto also zum Symbol für Wirklichkeit. Continue reading ‘Bedeutung und Funktion des Fotos innerhalb der sinnlichen Erkenntnis’ »
3rd April 2008, 07:55 am
Die Beziehung zwischen einer Fotografie und einem Rezipienten ist ein Subjekt-Objekt-Verhältnis. Die Aneignung ist das Vermittlungsglied zwischen dem Subjekt und dem Objekt (Foto) Als Ergebnis des Aneignungsprozesses steht die wahrgenommene Reproduktion von Wirklichkeit im Bewußtsein des Betrachters. Continue reading ‘Die Aneignung von Wirklichkeit’ »