23rd Juni 2008, 09:38 am
Der Subjektive Gebrauch den die Amateure von der Fotografie machen, ist also nicht nur geprägt von den jeweiligen Kenntnissen über Fotografie, sondern ebenso durch ein Alltagsbewußtsein, das sich über die subjektive Existenz insgesamt herstellt und damit abhängig von Standort und Perspektive (Schicht- und Gruppenzugehörigkeit) und Ausdruck der Partikularisierung der menschlichen Existenz ist. Der Ansatz für eine Veränderung müsste demnach bei der gesellschaftlichen Existenz der Subjekte ansetzen, um der Partikularisierung entgegenzuwirken. Ein Projekt, das sich zum Ziel setzt eine reflexive Verwendung des Mediums Fotografie zu initiieren, könnte in folgenden Schritten ablaufen: Continue reading ‘Die reflexive Verwendung von Fotografie’ »
12th Juni 2008, 07:07 am
Alle Möglichkeiten sind nach wie vor der ‚Oberfläche’ verhaftet und können allein zumeist keine Veränderung des Alltagsbewusstseins bewirken. Wir müssen also die Ebenen des bloßen orientierenden Erkennens verlassen. Dazu wurde bereits in dem Abschnitt „Verarbeitungsformen sinnlicher Erfahrung im Bewußtsein“ das problemlösende Denken als eine zweite Form der Erkenntnis angeführt. Problemlösendes Denken geht über sinnliches Erkennen hinaus, indem es sich Aufgaben stellt, in bewußte Auseinandersetzungen um Mittel und Ziele des Subjektes mündet, ein Vorgang, den man als Reflexion bezeichnen kann. Continue reading ‘Oberflächliche Wahrnehmung der Fotografie’ »
8th Juni 2008, 04:52 pm
Möglichkeiten einer fortschrittlichen Nutzung des Mediums Fotografie sollen in diesem Beitrag angeschnitten und diskutiert werden. Eine Möglichkeit wurde schon in dem Abschnitt ‚Vergegenständlichung’ angesprochen: der Zusammenhang von verstärkter Praxis und vermehrter Kenntnis über die formal-technischen Eigenschaften von Fotografie. Die gesellschaftliche Praxis der engagierten Amateurfotografen zeigt, daß diese Tatsache nur begrenzte Auswirkungen hat. Continue reading ‘Moeglichkeiten einer fortschrittlichen Verwendung von Fotografie’ »
25th Februar 2008, 08:27 am
Fotoapparate und fotografische Abbilder sind Produkte gesellschaftlicher Erfahrungen. Die Erfahrungen der Amateure vergegenständlichen sich in ihrer Bildproduktion, insofern sind die Fotos der Amateure subjektiver Ausdruck des gesellschaftlichen Bewußtseins über Fotografie (wie Fotografie zu gebrauchen ist – formal/technischer Aspekt -, was fotografierenswert ist – inhaltlich/ästhetischer Aspekt -). Continue reading ‘Stereotypenbildung in der amateurhaften Bildproduktion’ »
10th Januar 2008, 07:16 am
Mit jeder Erhöhung des Einkommens wachsen die Möglichkeiten Fotografische Praxis hängt sehr deutlich davon ab, ob Kinder in der Familie vorhanden sind oder nicht: „Der Anteil der Besitzer einer oder mehrerer Kameras liegt in den kinderlosen Haushalten bei 38,5 %, während dieser Anteil bei Ehepaaren mit einem Kind 62, % beträgt“ (Bourdieu u.a. 1981). Meist ist es vor allem die Geburt des ersten Kindes, die das Bedürfnis nach Fotografieren verstärkt. Mit zunehmendem Alter der Kinder läßt die Fotografierwut der Eltern (hier: vor allem des Vaters) nach. Continue reading ‘Die rituellen Gebrauchsweisen der Gelegenheitsknipser: Familienfotografie’ »
5th Januar 2008, 07:30 am
„Betrachtet man die Fotos von Amateurwettbewerben, so unterscheiden sich diese von jenen der Profis kaum mehr in der Bildqualität, sondern allenfalls im nicht erreichten Zugang zu den kostbaren Objekten… Schon von jenem Moment an, wenn der Amateur in einer Tageszeitung oder in einem Freizeitmagazin nach einem Modell inseriert, später mir ihm Make-up und Posen bespricht und dann in Ermangelung einer Windmaschine stürmische Wetter abwartet, opfert er die Wahrnehmung seiner Wünsche nach Kontakt, Begegnung, Berührung, Liebe der harten Veredelung von Leitbildern“
(Kunde, Wolfgang/Wawrzyn Lienhard 1979). Continue reading ‘Amateure und die Gebrauchsweisen der Fotografie’ »
30th Dezember 2007, 11:02 pm
In der Tendenz werden durch die Tabellen auch Unterschiede in den Gebrauchsweisen der Fotografie deutlich. Überwiegend – auch nach übereinstimmenden Aussagen anderer Autoren – wird die Fotografie meist ‚selten’ oder ‚saisonal’ gebraucht, ist also abhängig von bestehenden Anlässen. Diese Gruppe der Amateure, deren Größe sich um die 80 % Marke bewegt, kann man als Gelegenheitsknipser bezeichnen. Continue reading ‘Ambitionierte Amateure und Gelegenheitsknipser’ »
9th November 2007, 10:52 pm
Gemessen an der gesamten Verbreitung der Fotografie machen die professionellen Fotografien einen verschwindend geringen Prozentsatz aus. Profis sind Spezialisten, die die Fotografie zum Zweck der Existenzsicherung betreiben. Sie sind diejenigen, die ihre Fotos auf dem Markt als Waren realisieren müssen. Professionelle Fotografie ist grob einteilbar in Werbefotografie, Bildjournalismus und Kunstfotografie (eine ausführliche Definition des Profis und der Zwänge denen er sich unterwirft interessiert in diesem Zusammenhang nicht). Continue reading ‘Gesellschaftliche Definition der Amateure - Profis und Amateure’ »